12.07.2011 - Groß Schauen und Beeskow

Tagesausflug vom 12.07.2011

 

Kommen Sie mit und lesen Sie den ausführlichen Reisebericht:

 

Vorwort:

An diesem Tag haben wir die zwei Seniorinnen, Waltraut und Anneliese, zu einem Ausflug eingeladen. Es sollte so eine Art Gedenktag an unsere Mutti, Hildegard Günther, sein; denn am 11.07. wäre sie 87 Jahre alt geworden – aber leider sollte sie diesen Ehrentag nicht mehr mit uns feiern (nur vom Himmel aus).

Da die beiden Damen am 11.07.2011 nicht konnten, haben wir die Einladung um einen Tag verschoben (Oma war auch immer sehr flexibel was Terminplanung anging). In einem Vorge-spräch haben wir schon erfahren, dass Sie beide gerne Fisch essen (was Omi auch liebte) und deshalb haben wir den Ausflug nach Groß Schauen gestartet; wie in vielen Jahren zuvor, nur diesmal als „Gedenkessen“.

 

Der Ausflug beginnt:

Waltraud Prill wurde gegen 09:30Uhr durch Helmut von Zuhause abgeholt und anschließend fuhr er zu Anneliese. Hier war Treffpunkt 10:00 Uhr mit Gabi und Jule (die Beiden haben einen ausführlichen Spaziergang vom Flurweg zur Konradenstr. gemacht).

Jetzt begann die eigentliche Ausflugsfahrt, durch viele Ort-schaften am Rande von Berlin in Richtung Frankfurt / Oder über Storkow nach Groß – Schauen zum Aalhof.

Hier hatten wir zum Mittagessen einen Tisch reserviert und das Wet-ter war auch an diesem Tag mal wieder einsame Spitze. Nach einem reichhaltigen Fischessen gab es erst Mal einen ausgiebigen Spaziergang am nahe gelegenen Groß Schauener See.

Man hätte auch eine Sielmann – Ausstellung besuchen kön-nen, aber dazu war das Wetter zu schön um in alten, modernisierten Gemäuern herum zu spazieren .

Am Fischimbiss konnte jeder noch eine Kleinig-keit für Zuhause zum Abendbrot einkaufen. Zu den alten Gebäuden auf der Seeseite konnten wir noch einige „Insidertips“ erzählen, da wir aus Omis Freundeskreis einige Vor- und Nachfahren von dort kannten.

Die anschließende, gemütliche Autofahrt durch die Umge-bung, wobei man herrliche Sonnenblumenfelder betrachten konnte, brachte uns dann zum Kaffeetrinken nach Beeskow.

Nach einem gemütlichen und ausgiebigen Kaffeeklatsch war noch genügend Freizeit um über den Marktplatz zu schlendern, denn an diesem Tag war gerade eifriges Markttreiben.

Eine gemütliche Rückfahrt mit allen zusammen rundete diesen herrlichen Ausflug gegen 19:30Uhr ab. Der Tag war sicher im Sinne von Omi. 

Groß Schauen:

Groß Schauen ist ein Rundangerdorf an der gleichnamigen Groß Schauener Seenkette. Seit dem 26. Oktober 2003 ist Groß Schauen ein Ortsteil von Storkow.

Im Jahr 1346 wurde Groß Schauen das erste Mal als „Schawen” urkundlich erwähnt. Der Name Groß Schauen leitet sich vermutlich vom slawischen Wort "Scavn" für „Sauerampfer” ab. Es gibt auch die Auffassung, dass sich der Name vom Slawischen "Sowa" ableitet, was auf die in der Gegend beheimatete Schleiereule hinweist.

Im Zentrum des Rundangers liegt eine historische Fachwerkkirche. Die recht-eckige Kirche hat ein angebautes Glockenhaus. Das Jahr der Erbauung der evangelischen Kirche mit dem heutigen Erscheinungsbild ist urkundlich nicht überliefert, liegt aber vermutlich nach dem Dreißigjährigen Krieg.

Die Groß Schauener Seenkette liegt im Naturpark Dahme-Heideseen. Seit 2001 hat die Heinz-Sielmann-Stiftung über 1000 Hektar Fläche für den Schutz von Natur und Landschaft erworben. Die Groß Schauener Seen sind ein be-liebtes Brutgebiet des Fischadlers. Von April bis etwa Mitte September kann mit Hilfe einer Webcam beobachtet werden, wie in einem Horst auf einem Strommasten die Jungen aufgezogen werden.

Groß Schauen hat eine Kindertagesstätte, in der vorwiegend die Kinder aus dem umliegenden Storkower Ortsteilen untergebracht sind. Die Freiwillige Feuerwehr Groß Schauen gehört zu den Feuerwehren der Stadt Storkow. Das Feuerwehrhaus befindet sich direkt an der B 246. Bekannt ist Groß Schauen für seine beiden Fischgaststätten (Aalhof, Köllnitzer Fischerstuben). Die Fischerei Köllnitz eG betreibt neben der Gaststätte auch ein Hotel.

Jährlich findet am ersten Augustwochenende ein Dorffest statt. Das Dorffest organisiert der Groß Schauener Famose e.V. Seite 2 Senioerengruppe des ASB RV Berlin S Groß Schauen

 

Beeskow:

Stadtgründer und erste Stadtherren waren im 13. Jahrhundert die Ritter von Strele. Beeskow war Zentrum eines Herrschaftsgebiets, das im Mittelalter zur Niederlausitz gehörte. Auch kirchlich war die Stadt nach Süden orientiert. Sie gehörte zum Bistum Meißen; die Stadtpfarrei stand unter dem Patronat des Klosters Neuzelle. Im späten Mittelalter wechselten Stadt und Herrschaft mehrfach den Besitzer. Sie gehörten unter anderem Angehörigen der Familie von Bieberstein (zuletzt 1512–1551). Seit 1518 war Beeskow im Besitz der Lebuser Bischöfe.

Nachdem die Herren von Bieberstein 1551 ausgestorben waren, belehnte der böhmische König Ferdinand I. fünf Jahre später die Markgrafen von Brandenburg mit den Herrschaften Beeskow und Storkow. Offiziell blieb Beeskow zwar böhmisches Lehen und Bestandteil der Niederlausitz, es gelang den Hohenzollern in den folgenden Jahrzehnten, ihre neu gewonnene Herrschaft mehr und mehr von der Niederlausitz zu lösen. Um 1600 war Beeskow schließlich zur Gänze ein Teil Brandenburgs geworden, wenn die Niederlausitzer Landstände dieses Faktum noch lange nicht anerkennen wollten.

Beeskow hatte eine kleine Jüdische Gemeinde mit einer Synagoge, die heu-te als Wohnhaus dient. Ein jüdischer Friedhof wurde in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts angelegt, wurde in der NS-Zeit nicht zerstört, vorhan-dene Grabsteine wurden in den 1980er Jahren zu einem Monument zusammengefasst.

Mit Eröffnung der Strecke nach Grunow erhielt Beeskow am 15. Mai 1888 Anschluss an das deutsche Eisenbahnnetz. Es folgten die Strecken nach Königs Wusterhausen (1898), Lübben über die Niederlausitzer Eisenbahn (1901, stillgelegt 1996) und Bad Saarow über die Kreisbahn Beeskow–Fürstenwalde (1911, seit 1998 Schienenersatzverkehr).

Am Ende des Zweiten Weltkrieges wurde der Stadtkern von Beeskow teilweise zerstört: durch einen sowjetischen Luftangriff am 23. April und schweren Artilleriebeschuss in den darauffolgenden Tagen. Diesem fiel auch die gotische Backsteinkirche St. Marien zum Opfer. Die zerstörten Bereiche der Stadt wurden in den 1950er und 1960er Jahren zum Teil in Zeilenbauweise wiederaufgebaut. Nach der Wende 1990 wurde die erhaltene historische Bausubstanz der Altstadt einschließlich der Marienkirche restauriert. Die Stadt ist Mitglied der Arbeitsgemeinschaft „Städte mit historischen Stadtkernen“ des Landes Brandenburg.

Am 6. Dezember 1993 wurden die ehemaligen Gemeinden Bornow, Kohlsdorf, Krügersdorf, Oegeln und Schneeberg nach Beeskow eingemeindet. Bereits vorher wurden Neuendorf am 1. Juli 1950 und Radinkendorf am 1. Juli 1974 eingegliedert